Hausgarten: Es lebe die Rebe!

Damit goldgelbe oder königsblaue Früchtchen im eigenen Garten heranreifen, gilt es, einiges zu beachten.

Im Garten zurücklehnen, den Arm ausstrecken und saftige Träubchen pflücken? Weinreben sind eine wahrhaft essbare Zierde für Hausfassaden, Pergolen und Gärten. Die anspruchsvollen Pflanzen belohnen ihre geduldigen Gärtner mit einem saisonalen Schauspiel: Im Frühjahr blühen sie, im Spätsommer tragen sie Früchte und im Herbst präsentieren sie ihr buntes Blätterkleid. Reben bevorzugen trockene und sonnige Standorte, etwa auf der Südseite von Gebäuden. Die übliche Pflanzzeit ist im Frühjahr, wobei man den Boden zur optimalen Vorbereitung bereits im Winter umgräbt. Im ersten Jahr goutiert der Rebstock keine Konkurrenz: Im Umkreis von 50 cm sind keine anderen Pflanzen erwünscht, weil die Rebe in Sachen Hauptwurzelwachstum eine Spätzünderin ist. Wer auf wiederkehrende Pflanzenschutzmassnahmen verzichten möchte, greift auf robuste Sorten zurück. Empfehlenswert sind Hausgarten- oder Americanoreben (Tessinerreben), weil sie nicht für Krankheiten anfällig sind – umso mehr aber für Naschmäulchen, die dem köstlich süssen Geschmack verfallen.

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Vor der Lese ist nach der Lektüre

Das Buch «Rebschnitt»
von Weinberater Arno Becker bietet Überblick über die Schnittsysteme sowie deren Vor- und Nachteile.
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