Einige Ticks vielfältiger

La Chaux-de-Fonds ist die Stadt, von der man sicher schon gehört hat: Denn ihr Puls tickt laut und sie bietet Erlebnisse im Minutentakt.

Wer die grösste Stadt im Hochjura besucht, sollte eines nicht tun müssen: Auf die Uhr schauen. La Chaux-de-Fonds, Wiege und Herz der Schweizer Uhrenindustrie, pocht auf Gäste mit Zeit. Ob ästhetische Jugendstil-Villen, Innenhöfe oder Vitrinen kleiner Manufakturen – einfach mal stehenbleiben und bewusst staunen, lautet die Devise in der «Stadt der Uhren». Die schachbrett­artige Anordnung der Gebäude verdankt die erste moderne Stadt der Schweiz dem Neuenburger Stadtplaner Robert Junod: Seine Planung sah unter anderem vor, dass die Häuser weit genug ausei­nanderstehen, damit deren Schatten nicht auf die Uhrmacher fiel, die an den Fenstern sitzend ihr Präzi­sionshandwerk ausübten. Das Stadt­bild von La Chaux-de-Fonds zählt, ebenso wie jenes von Le Locle, seit 2009 zum UNESCO-Welterbe.

Longines 1925 Taschenuhr aus geklopftem Silber mit eingraviertem Irisstrauss und überraschend neuen Kunstmotiven.

1870 verdiente fast die Hälfte der hiesigen Gesamtbevölkerung ihr Brot in der Uhrenbranche, vornehmlich der Pendulen-Fertigung. Ab dem 19. Jahrhundert waren es Klein­uhren, die für den grossen Boom sorgten. Dieser Erfolgs­geschichte der Zeitmessung ist das internationale Museum «Musée international d’horlogerie» gewidmet, das über 4500 Ausstellungsstücke beherbergt. Das «Charillon» im Museumspark bereitet den Besucherinnen und Besuchern einen klangvollen Empfang: Jede Viertelstunde ertönt das neun Meter hohe Glockenspiel, dessen Melodie je nach Jahreszeit variiert. Während die Hämmerchen auf die Glocken schlagen, bewegen sich die farbigen Metallklappen – und geben den Takt an für die bevorstehende Entdeckungstour, bei der man sich im Inneren einer riesigen Uhr wähnt. Stehen die Zeiger schliesslich auf Heimreise mit dem «BLS RegioExpress», versteht man, was Karl Marx 1867 (in «Das Kapital») empfand: «La Chaux-de-Fonds, das man als eine einzige Uhrenmanufaktur betrachten kann.»

Eine Zeitreise, im wahrsten Sinn: Als Abbild der Uhrmacher-Historie sind im

Uhrenmuseum Werke bekannter Luxusmarken, aber auch eine Sonnen- und eine Atomuhr ausgestellt. 

Keine Zeit verlieren: Mit dem «BLS RegioExpress» gelangen Sie stündlich ab Bern auf direktem Weg nach La Chaux-de-Fonds. Nach nur rund einer Stunde Reisezeit beginnt Ihr kulturelles Abenteuer in der Uhrenstadt!