Sanft statt mit Skalpell: Frisches Aussehen einfädeln

«Jünger aussehen? Das ist unrealistisch, frischer hingegen schon!» Dr. med. Valentina Bestetti hält die Fäden in den Chirurgenhänden, um für ihre Kunden die Vorteile aus der ästhetischen Medizin zu ziehen. Zum Beispiel mit einem modellierenden Fadenlifting.

 

Interview mit Dr. med. Valentina Bestetti:  Sie ist eine der zwei einzigen Fadenlifting-Ausbildner in der Schweiz. Mit chirurgischem Fachwissen und Sinn für Ästhetik verschönert sie Frauen – und Männer.

 

 

Seit wann interessieren Sie sich für Medizin und Schönheit?
«Ich wusste schon immer, dass ich Ärztin werden will. Unter anderem weil ich gerne feinmotorisch mit den Händen arbeite, habe ich mich für die Chirurgie entschieden. Ein harter Weg, gerade als Frau. Tönt klischeehaft, ist aber Tatsache. Für mich als Ärztin ist es eine Bereicherung, gesunde Menschen ästhetisch zu behandeln.»

Aus welchen Gründen suchen Frauen Ihren Rat?
«Meist sind es kleinere Makel, wie Fältchen, Altersflecken oder Besenreiser, welche die Frauen als störend empfinden. Sie wenden sich mit der Frage an mich: Kann man da etwas machen? Natürlich lautet die Antwort meistens ja – wobei ich nur das tue, wozu ich voll und ganz stehe. Alles andere wäre eine schlechte Visitenkarte für mich, Wünsche hin oder her …»

… doch viele wünschen sich ein jüngeres Aussehen …
«Ja, aber der Alterungsprozess ist unaufhaltsam – höchstens minim beeinflussbar. Im Gegenteil: Je mehr Eingriffe man macht, desto älter sieht man aus. Das Ziel muss sein, frischer und wacher zu wirken. So natürlich, dass Familie und Bekannte keine ästhetische Behandlung vermuten. Würde das Ergebnis zu Tuscheleien veranlassen, hätte ich etwas falsch gemacht.»

Welche Behandlungen liegen im Trend?
«Entsprechend dem allgemeinen Trend zur Natürlichkeit, sind es schonende Methoden, die ohne Skalpell auskommen und Feinarbeit ermöglichen. Zum Beispiel Bio-Filler, welche die eigene Kollagenbildung stimulieren. Oder das Fadenlifting, das sowohl einen Soforteffekt erzielt, aber auch durch seine Langzeitwirkung von bis zu 18 Monaten überzeugt.»

Was ist das Geheimnis des Fadenliftings?
«In einer nur halbstündigen Sitzung ziehe ich die fast unsichtbaren Polymilchsäure-Fäden mit einer Nadel unter die Gesichtshaut, wofür nur eine punktuelle Anästhesie nötig ist. Auf diese Weise straffe ich schlaffe Partien wie Hals, Wangen oder Unterkiefer. Der Körper reagiert auf diese minimale Fremdeinwirkung, indem er frisches Kollagen produziert. Über die Wochen bildet sich ein natürliches Volumen, während sich die Fäden vollständig biologisch abbauen.»

Wann ist der ideale Zeitpunkt dafür?
«In der Regel sind die Kundinnen unmittelbar nach dem Fadenlifting ‹öffentlichkeitstauglich. Weil aber immer ein gewisses Risiko für Schwellungen oder blaue Flecken besteht, ist eine Behandlung vor wichtigen Ereignissen wie der eigenen Hochzeit keine gute Idee. Hautverschönerungen, zum Beispiel mit dem Laser, empfehle ich im Winter, weil die Sonne danach Tabu ist.»

Was halten Sie von einer Behandlung als Weihnachtsgeschenk?
«Grundsätzlich ist es eine gute Idee, etwas Nachhaltiges zu verschenken! Wer sich zweifellos sicher ist, der beschenkten Person damit einen Herzenswunsch zu erfüllen – warum nicht?»

 

 

Weitere Informationen: Institut für Ästhetische Medizin, Thun