Modenschau der STF: Fashion im Futur

Oder – was wir tragen werden: Studierende der Schweizerischen Textilfachhochschule STF stecken den «Tempus futurum» der Mode ab. Die Digitalisierung drapiert Dresscodes neu und prägt die junge Generation von Designern. Eine Show als Naht zwischen Heute und Übermorgen, gesäumt von Handwerk.

 

V. l. n. r.: Looks von Nicole Chiaravalli, Mia Kuhac und Nadja Singer

 
Überraschende Looks

Inspiriert von der bunten Memphis-Kunst der 80er-Jahre, definiert Nicole Chiaravalli eine Silhouette, welche die Weiblichkeit unterstreicht. «Feminin, clean, futuristisch», beschreibt es die 27-Jährige. Das Outfit von Nadja Singer lebt von Stilbrüchen: Das Oberteil im Sweatshirt-Stil kombiniert sie mit klassischen Anzughosen. Poppig hingegen treibt es Mia Kuhac, die ihre Zukunft als Designerin im Ausland sieht.

 

 

Fliessende Inspiration

Kunst, Architektur und ferne Länder nennt Gabriela Werder als Inspirationsquellen, wobei sie in einen regelrechten Kreativfluss geraten kann: «Ich würde dann am liebsten nicht mehr aufhören zu arbeiten.» Die Schuluniform hat Martin Guldimann zu seinem Entwurf, einem Pullover mit Zopfmuster, angeregt. Zurzeit werkelt er an seinem eigenen Label «dezembrr», mit dem er Strickaccessoires lanciert.

 

Designer Phinkha Leng Sok zeigt Mode mit 3D-Effekt

 

Bleibende Eindrücke

Noch im Studium scharrt Phinkha Leng Sok bereits in den Startlöchern für sein eigenes Label «McGray». Sein elegantes Cape, das er an der STF-Fashion-Show präsentierte, fasziniert durch einen 3D-Effekt. Er möchte mit seinen Ideen bei den Menschen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und sie dazu ermutigen, mehr Farben in Leben und Kleidung zu bringen. «Dadurch gewinnt man an Ausstrahlung», verspricht er.

 

Aussergewöhnliche Kombinationen von Giovanna Papa

 

Belebende Freiheit

«Sobald ich loslasse, fällt mir die passende Idee ein», so Giovanna Papa. Mit dickem Bleistift, Collagen und Drapieren an der Büste tastet sie sich an ihre Kreationen heran. Schon als junges Mädchen hat sie selbst­designte Kleidung getragen. Mode sieht sie als Spiegel der Innenwelt wie auch der Gesellschaft. «Man sollte ab und zu Grenzen überschreiten, um die Gewohnheiten hinter sich zu lassen», ist sie überzeugt.

 

Foto: Nadine Strub
Show: Yannick Aellen
Mode: Studierende STF, Zürich