«The Alpina Gstaad»: Geniessen mit Tak(t)-Gefühl

Der Spitzenkoch Takumi Murase setzt neue Massstäbe zwischen die Stäbchen: Von mariniertem Saba bis Wagyu-Rind auf heissem Fuji-Lavastein.

 

Im Erdgeschoss des Boutiquehotels «The Alpina Gstaad» tut sich eine neue Welt auf: Sie wirkt heimisch und doch fremdartig. Das liegt daran, dass der preisgekrönte Architekt Noé Duchaufour-Lawrence alpines Ambiente und fernöstliche Formsprache verbindet. Ein Crossover, inspiriert von japanischen Wohnhäusern, Tempeln und Kimonos – und mittendrin Takumi Murase, kurz «Tak». Er verarbeitet, «bewaffnet» mit einem Santoku-Messer, einige der ungewöhnlichsten Zutaten, welche die Küche Japans bietet – fernab von Sushi und Miso-Suppe. «Ein Segen!» wird es Kennern entfahren und damit liegen sie punktrichtig: Der Name «Megu» bedeutet «Segen». Auf den Segen von oben oder sonst wo, wartet man nach dem Überfliegen der kreativen Speisekarte nicht: Bestellen, bitte. Im nächsten Moment taucht man Eismeerkrabben-Tempura tief in die Kanzuri-Mayonnaise und frönt dem, das da knuspert. Die traditionell-avantgardistische Liaison vertieft sich beispielsweise mit marinierten Thunfischwürfeln, begleitet von Avocado-Mousse mit Soja und Belperknolle. Am Tresen bereitet zudem Sushi-­Meister Tsutomu Kugota mundgerechte Kunstwerke zu, unter anderem mit Jakobsmuscheln oder Lachskaviar: Wie wäre es mit der «Chef Selection» à 21 Stück? «Wer einmal auf den Berg Fuji steigt, ist weise. Wer ihn zweimal besteigt, ist ein Narr», lautet ein Sprichwort aus Murases Heimat. Bezogen auf das «Megu» muss es heissen: «Wer nur einmal hier speist, ist ein Narr. Wer wiederkehrt, ist weise.»

Kollektion von Sushi-Meister Tsutomu Kugota

Meisterköche Takumi «Tak» Murase und Tsutomu Kugota

Die Meisterköche im «Megu», ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern und 16 «Gault Millau»-Punkten: Küchenchef Takumi «Tak» Murase und Sushi-Chef Tsutomu Kugota.