VIDEO: Nina Burri ganz in Gold und splitterfasernackt

Schlangenfrau Nina Burri inszeniert Schmuckstücke so, wie nur sie es kann: brillant. Doch dem aufwändigen Titelshooting drohte Pech – statt Gold …

Ganz am Anfang unseres Titelfotoshootings stand eine Vision: Ein athletischer Körper, über und über in Gold «gegossen», an Fingern, Handgelenk und Dekolleté mit Preziosen geschmückt. «Nina Burri, die Schlangenfrau!», schmetterte Fotografin Nadine Strub beim Brainstorming in den Raum. Der Funke sprang sofort auf das ganze Team über. Würde es gelingen, die weltweit gefragte Künstlerin dafür zu gewinnen?

«Tatsächlich, sie macht mit!», kreischte ich, als sich Ninas Zusage mit einem prächtigen «Ping!» in meinen Posteingang schlängelte. Auch Bodypainterin Melanie Rodel aus Köniz war begeistert vom Konzept und setzte Himmel und Terminhölle in Bewegung, um dabei zu sein. Wir schwärmten aus in die Goldschmieden von Bern bis Thun, um ihre besonderen Schmuckkreationen zu erlesen. Es schien alles aufzugehen. Kurz vor dem Fotoshooting, das für Sonntag geplant war, der Schreck: Schweren Herzens sagte Nina den Termin ab, weil eine Erkältung sie an Bett und Teetasse fesselte.

Bodypainterin Melanie Rodel sorgt für Kunst auf dem Körper von Nina Burri.

Glanzleistung um 6 Uhr morgens

Zum goldenen Glück zeigten sich alles so flexibel wie Nina Burris Gelenke: Das Shooting wurde um zwei Tage verschoben. Um unsere Idee zu verwirklichen, haben wir weder Mühen noch … Weckeralarm gescheut: «Morgenstund hat Gold im Mund» war für das Team nicht nur edle Tugend, sondern eisenharte Tatsache. Kaum war die Sonne über Worb aufgegangen und das erste «Bähnli» eingekurvt, begann Ninas Verwandlung.

Melanie Rodel verrührte Glanzpulver und Öl zu flüssigem Gold und verzauberte die Bernerin pinselpräzise in ein «Golden Girl». Weder Haar- noch Zehenspitzen liess die Bodypainterin aus. Splitterfasernackt verrenkte sich die Bewegungskünstlerin vor der Kamera in faszinierende Posen. Vor lauter Staunen verflog unsere Müdigkeit – doch es blieb keine Zeit, mit offenem Mund rumzustehen … Die Uhr tickte, weil das Werk vollendet sein musste, bevor es Mittag schlug. Bevor die nackte Nina trotz Heizstrahler fror. Bevor die Goldfarbe überall schimmerte – ausser an Ninas Body.

Nina rückt auserlesene Bijous ins rechte Licht.

Geschafft! Kaum war das letzte Bild im Kasten, huschte Nina unter die Dusche zum «Goldwaschen», sodass die funkelnde Farbe den Abfluss herunterrann … Als ich mit dem Tram zurück in die Stadt rollte, entdecke ich einen goldenen Fingerabdruck auf meinem hellen Wollmantel – und musste laut lachen: Nur noch dieser unscheinbare Goldhauch zeugte vom schillernden Spektakel, das sich eben abgespielt hat.

Schaut euch das Resultat unseres Shootings in der Titelstory an und erfahrt mehr über das bewegte Leben der Schlangenfrau Nina Burri.

 

Model: Nina Burri

Bodypainting: Melanie Rodel

Fotografin: Nadine Strub