Bodypainterin Melanie Rodel verwandelt nackte Körper in Kunst

Für unser Titelshooting tauchte Melanie Rodel die Schlangenfrau Nina Burri mit gekonnten Pinselstrichen ganz in Gold.  Die Bodypainterin verwandelt nackte Körper in vergängliche Kunst, die internationale Jurys umhaut. Was neben dem Bodypainting noch Farbe in das Leben der Bernerin bringt, lest ihr hier.

Das Malen und Zeichnen begleitet Melanie Rodel seit Kindertagen. Über das Fasnachtsschminken fand sie 2008 den Weg zum Bodypainting. Die 37-Jährige arbeitet 80% auf der Post und 80% im Atelier. Dieses teilt sie mit ihrer ebenfalls kreativen Mutter, die Fasnachtskostüme näht.

 

Bodypainting-Atelier «Colorup»

Im 300 m² grossen «Place de Chaos» in Köniz, wie sie ihren ordentlich unordentlichen Schaffensort augenzwinkernd nennt, malt Melanie Rodel Bilder und Bodys. In stundenlanger Feinarbeit verwirklicht sie Fantasien in Farbe: Ob an Modellen für Fotoshootings und Events oder an werdenden Müttern, die ihren Babybauch bunt verewigen wollen. Nicht zuletzt wegen der Extravaganz ihrer Entwürfe zählt sie zu den Besten ihres Fachs.

 

Melanie Rodel war im Zirkus zuhause

Als 17-Jährige tauchte Melanie in die schillernde Zirkuswelt ein. Mit ihrer artistischen Tuch- und Seifenblasen-Nummer tourte sie um den Erdball. 2002 brach sie ihre Zelte ab und kehrte heim nach Bern.

 

 

Sie zündet Farbfeuerwerke …

«Fahre ich öV, habe ich die kreativsten Ideen», sagt Melanie, die ohne Führerschein durchs Leben wirbelt. Das Bodypainting hat sie sich selbst beigebracht, indem sie zuerst an Puppen, dann an «lebendigen Leinwänden» übte.

… und ist närrisch auf Fasnacht

Aus dem Wunsch «Mami, ich will an die Fasnacht!», den sie mit fünf Jahren äusserte, entstand nicht nur ein Aladdin-Kostüm, sondern ein Faible der ganzen Familie. Alle «fasnächteln» fiebrig! Eine grosse Ehre für Melanie: Sie gestaltet das Berner Fasnachtsplakat 2020.

Foto: Julie Boehm

 

Die Bernerin malt weltmeisterlich

An renommierten Turnieren hat sich Melanie auf das Siegertreppchen gepinselt und gebrusht. Anders als bei ihrer allerersten Teilnahme, reist sie heute mit exaktem Entwurf und Zeitplan an den Wettbewerb. Einer ihrer grössten Erfolge ist der Weltmeistertitel 2011 in der Kategorie «Special Effects», im Team mit Birgit Mörtl.

Hier rollt Feines an!

Schlemmen ist für Melanie «das Schönste auf der Welt». Passt also, dass sie seit drei Jahren mit Christoph Egli das Berner «Food Truck Festival» organisiert. Zu ihren Leibspeisen zählt «Ghackets mit Hörnli», natürlich aus Mamis Küche.

 

Erlebt die Bodypainting-Künstlerin Melanie Rodel  hautnah und seht im Video wie sie Nina Burri zum «Golden Girl» macht.