Naturabenteuer: Wandern und wundern!

Im Entlebuch sorgen Strom-Erlebnisplattformen für Hochspannung, in Willisau wirkt ein wundersames «Chrüterhäxli» und der Wasserfall «Saut du Doubs» bietet wilde Szenerien.

 

Des Doubs Dramaturgie

Die Hauptrolle spielt bei diesem Ausflug mit Happyend einer, der weder zu übersehen noch zu überhören ist: Der «Saut du Doubs», mit 27 Metern der höchste Wasserfall des Juramassivs. Ausgehend vom beschaulichen Hafen in Les Brenets, spitzt sich der Spannungsbogen im Schnellboot-Tempo zu: Die stille Badeseekulisse verkleidet sich nach und nach mit schroffen Felswänden, gesäumt von tiefgrünen Tannen.

 

 

Wer den Spannungsbogen in die Länge ziehen mag, nähert sich dem fauchenden Finale zu Fuss innert einer Stunde (siehe Tipp unten). Nach einer vierzehn Kilometer langen Bootsfahrt auf dem schweizerisch-französischen Grenzfluss beim Wasserfall geankert, bieten sich unterschiedlich hohe Aussichtspunkte, um dem tosenden Schauspiel zu frönen: In mal friedlich, mal wilden Szenerien schmeisst der «Saut du Doubs» die Wassermassen in die Tiefe. Man möchte applaudieren vor lauter Amüsement!

 

Plätscherndes Paradies: Kaum ein anderer Fluss strömt hierzulande ähnlich abgeschieden und natürlich wie der Doubs, der auf 85 von 430 Kilometern durch die Schweiz verläuft.

 

Tipp: Zu Fuss statt mit dem Boot erreicht man den spektakulären «Saut du Doubs» auf einem einfachen, familientauglichen Wanderweg entlang des Doubs-Ufers. Die Tour führt mehrheitlich durch den Wald, wobei man Blicke auf den Fluss erhascht, der gemächlich zwischen den Felsen hindurchschlängelt. Mehrere Restaurants bieten die Möglichkeit zur Rast auf der rund einstündigen Tour.

Mit der Bahn nach Les Brenets, anschliessend zu Fuss (ca. 20 Minuten) oder mit dem Taxibus (Fr. 5.50 pro Person, Reservation unter Tel. 031 932 14 14) zum See.

 


Kräutertrunk und Besenstiel, …

… zu erkunden gibt es auf dem «Gwonderwäg» wahrlich viel. Kinder haben ihre eigenen Ansichten darüber, was einen gelungenen Ausflug ausmacht. Lange laufen bis die Füsse faul werden, gehört nicht dazu, ebenso bedeutet der höchste aller Berggipfel nicht das höchste aller Kindergefühle. Hexengeschichten schon. Wie jene von «Chrüterhäxli Lilli», deren Geschichte kleine «Gwundernasen» auf dem Spielweg erkunden: Barfuss über Moos oder Matsch laufen, Tannenzapfen sammeln, auf das Hexenhäuschen klettern, im Kräuterbeet gärtnern und mehr. Beim Picknicken heisst es nicht etwa «Wann gehen wir e-e-endlich nach Hause?», sondern: «Schlangenei und Eulenschrei – der Ausflug ist hoffentlich noch lange nicht vorbei!»

 

 

Mit der Bahn nach Willisau, weiter mit dem Bus Nr. 272 bis  «Hergiswil, Dorf». Tipp: Den Ausflug mit einem Besuch des Städtchens Willisau verbinden.

 


Auf (st)romantischen Pfaden

Mit Wissbegierde als Motor begibt man sich von Entlebuch aus auf die Erlebnispfade zu Energiethemen. Die verschiedenen Wege verlaufen teilweise entlang der wilden Entlen, durch Wälder und vorbei an Mooren. Die sechs Erlebnisplattformen versprechen Hochspannung: Wie hoch ist die Drehkraft der Windanlage? Seit wann gibt das Wasserkraftwerk «Farb» Power? Warum wurde in Finsterwald vergeblich nach Erdöl gebohrt? Man kann seinen Kopf jedoch nicht nur mit Wissen aufladen, sondern Energie auch spielerisch erleben, zum Beispiel im «Sonnengarten», beim Fussbad im Moor oder bei der Pfeifenwippe, mit der man durch den Einsatz des eigenen Körpers Melodien komponiert. Nach Besuchen bei «Moorgschpäischt» und «Füürtüfu» heisst es: Watt und gute Laune satt.

 

Mit der Bahn nach Entlebuch. Auch für Gruppen als geführte Exkursion buchbar.