5 Ausflugstipps für einen heiteren Herbstanfang

Wenn der Duft von Marroni die Luft erfüllt und die Sonne durch die rot-gelben Laubblätter schimmert, ist der Herbst eingekehrt. Diese 5 Ausflugstipps vergolden euch den «Altwybersummer».

 
1. Kastanienweg: Aus herbstlicher Schatzsuche

Sammelnd wandern oder wandernd sammeln? Am besten abwechslungsweise. Der Rundweg, ausgehend von Arosio, führt durch rot-gelb gefärbte Kastanienbäume, aus deren ausladenden Kronen es hie und da «Marroni-Igel» regnet. Das Symbol der Kastanie weist den Weg entlang acht Stationen, die den Wanderern Wissenswertes über die kugeligen Waldfrüchtchen vermitteln. Nach vier Stunden (wahlweise verkürzt durch Postauto-Etappen) gelangt man zurück nach Arosio. Dort zieht einen der Duft von Kastanienspätzle und Wildschweinragout aus dem Restaurant «San Michele» magisch an.

 

2. Des Doubs Dramaturgie

Die Hauptrolle spielt bei diesem Ausflug mit Happyend einer, der weder zu übersehen noch zu überhören ist: Der «Saut du Doubs», mit 27 Metern der höchste Wasserfall des Juramassivs. Ausgehend vom beschaulichen Hafen in Les Brenets, spitzt sich der Spannungsbogen im Schnellboot-Tempo zu: Die stille Badeseekulisse verkleidet sich nach und nach mit schroffen Felswänden, gesäumt von tiefgrünen Tannen.

 

 

Wer den Spannungsbogen in die Länge ziehen mag, nähert sich dem fauchenden Finale zu Fuss innert einer Stunde (siehe Tipp unten). Nach einer vierzehn Kilometer langen Bootsfahrt auf dem schweizerisch-französischen Grenzfluss beim Wasserfall geankert, bieten sich unterschiedlich hohe Aussichtspunkte, um dem tosenden Schauspiel zu frönen: In mal friedlich, mal wilden Szenerien schmeisst der «Saut du Doubs» die Wassermassen in die Tiefe. Man möchte applaudieren vor lauter Amüsement!

 

 

Tipp: Zu Fuss statt mit dem Boot erreicht man den spektakulären «Saut du Doubs» auf einem einfachen, familientauglichen Wanderweg entlang des Doubs-Ufers. Die Tour führt mehrheitlich durch den Wald, wobei man Blicke auf den Fluss erhascht, der gemächlich zwischen den Felsen hindurchschlängelt. Mehrere Restaurants bieten die Möglichkeit zur Rast auf der rund einstündigen Tour.

 

3. Kürbisschnitzfestival: Kunst am Kürbis

Am Kürbisschnitzfestival auf dem Bächlihof in Jona zaubern Schnitzprofis am 20. Oktober ab 10 Uhr mit messerscharfer Präzision wahre Kürbis-Kunstwerke. So verwandeln sie einen Riesenkürbis in einen freundlichen Bärenkopf, ein lachendes Gesicht – oder vielleicht sogar in eine Prinzessinnenkutsche? Zauberhaftes ereignet sich allemal!

Foto: Bächlihof

 

Welche Kreation die Schönste im ganzen Land ist, entscheiden eine Jury und das Publikum in der anschliessenden Abstimmung. Auch ihr dürft am Festival Hand anlegen: Kauft euren prachtvollen Kürbis im Hofladen vom Bächlihof und schnitzt daraus einen gruseligen Halloween-Kopf, den ihr als Souvenir mit nach Hause nehmt. Achtung, fertig, schnitzen!

 

Foto: Bächlihof

 

4. Kemmeriboden-Bad: Es passieren noch Zeichen und Wandern

Hübsche Berge? Gesehen. Schöne Seen? Gesehen. Wo ist das staunende Kind, das man einst war? Möglicherweise spielt es Verstecken – in Kemmeriboden-Bad. Hier, wo «Ä bsundere Fläck Ärde» auf der Holzbank vor dem Hotel-Restaurant steht, erlebt man es noch: Sich freuen wie ein Kind.

 

 

Hier gibt es sie, die kleinen Wunder – nicht in Tüten, aber in Themenwegen: Von Bänkli zu Bänkli oder von Posten zu Posten führen die Bankgeheimnis-, Tagebuch- oder Beat-Feuz-Wanderwege durch die ehrliche Emmentaler Landschaft «Da! Da!» möchte man rufen, wenn man das nächste Anekdoten erzählende Bänkli von Peter Arnold erblickt.

 

 

Die Rundtour beginnt und endet beim Hotel Kemmeriboden-Bad, wo man sich noch so sehr die Augen reiben kann: Die Zimmer, der Wellness-Bereich und das Vier-Gänge-Verwöhnmenü sind so gut, wie sie aussehen. Zum Glück muss man, anders als damals als Kind, niemanden fragen, ob man die riesengrosse Kemmeriboden-«Merängge» alleine und auf einmal verputzen darf.

 

5. AlpKultur Tage Lenk: Von Hornussen und muhenden Missen

Vom 6. bis 20. Oktober zelebrieren die «AlpKultur Tage Lenk» die ältesten Traditionen des Simmentals. Während zwei Wochen finden unterschiedliche Workshops statt, an denen Fingerspitzengefühl gefragt ist. Beweist euer Können beim Kreieren von Simmentaler Scherenschnitten, beim Blumenschmuckbinden und versucht euch im Hornussen. Am «Älplerfest» vom 13. Oktober «schnouset» ihr an den Ständen des Bauernmarkts einheimische Köstlichkeiten, schaut bei der «Züglete» zu und kürt die schönste Kuh zur «Miss Lenk». Am folgenden Tag lädt das herzhafte «Älplerzmorge» zum gemeinsamen Schlemmen und Ausklingen ein. Mmmm(u)h…