Überschwänglich: Aeschbacher schwingt in der Autogarage

Schwingen, wo sonst die Autos «die Hosen» anhaben: Wie Erfolgsschwinger Matthias Aeschbacher am Schnupperabend in der «Aaretal Garage» Wettbewerbsgewinner zum Schweben brachte.

«Hüftschwung statt Heckantrieb» hiess an am Freitagabend am Ortseingang von Münsingen: In der «Aaretal Garage», unweit vom Veranstaltungsort des bevorstehenden «Bernisch Kantonalen Schwingfests» (9.-11. August), flogen nicht die Späne, sondern die Gäste durch die Luft.

Es trete vor, wer sich traut: Matthias Aeschbacher kann seine 120 Kilo Kampfgewicht kaum «verbergen» …

 

Der Mann des Abends war gleichermassen unübersehbar wie sein Crossover-SUV «Volvo XC60», gesponsert von der «Aaertal Garage»: Mit 191 Zentimetern überragte Aeschbacher Matthias alle Gäste, welche die Teilnahme am exklusiven Schwingerabend beim MIS-MAGAZIN-Wettbewerb gewonnen hatten. Aktuell gehen 55 «Zweigli» und 7 Kranzfestsiege auf sein Konto.

 

Zuerst die Trockenübungen, dann die Trockenwurst: Die Gäste erwartete ein typisches Schwinger-Znüni.

 

Locker wie bei einem Kaffeekränzchen plauderte der Emmentaler Haudegen aus dem Nähkästchen. Wie bereitet er sich auf Schwingfeste vor? Wo bewahrt er seine vielen Kränze auf? Welcher ist sein wirkungsvollster Schwung? Die Gäste nutzten die einmalige Chance, dem veritablen Anwärter den Königstitel 2019 Löcher in den Bauch zu fragen, so zahlreich wie im Emmentaler Käse. Doch zum Käse später mehr.

 

In ausgewähltem Kreise: Die Wettbewerbsgewinner löcherten den 27-jährigen Matthias Aeschbacher mit Fragen.

 

 

Trotz voller Wettkampfagenda nahm sich der 120-Kilo-Mann Zeit für «Trockenübungen». Wobei: «Trockenübungen» trifft es nicht ganz – die Kapriolen wirkten so komisch, dass kaum ein Auge trocken blieb. Anfänglich zierten sich die Gäste wie junge Stiere vor der Viehschau. Doch dann packten sie die Gelegenheit beim Schopf – beziehungsweise bei der Schwingerhose: Es wirkte, als würde ein Hüne mit flachsbehosten Fliegengewichten hantieren, als Aeschbacher – für seine Verhältnisse – höchst sanft an Schwünge wie den inneren Haken heranführte. Letzterer ist eine seiner Spezialitäten, mit der schon sein Grossvater obenaus schwang.

 

 

Zuerst grüssen, dann bodigen: Aschebacher führte in die Gepflogenheiten des Traditionssports ein.

 

Frau gegen «bösen Buben»: Eine Gewinnerin traut sich,

mit dem Emmentaler auf Flachshosenfühlung zu gehen.

 

Ist er der diesjährige Schwingerkönig?

Nach den Sternen griffen kleine und grosse Schwingfans vergeblich, sie sahen höchsten welche: Jeder Versuch, zu widerstehen, glich einem Anrennen gegen einen Berg. Zum Amüsement der Zuschauer ringsherum verlor ein «Herausforderer» nach dem anderen die Bodenhaftung oder – um in der Autosprache zu bleiben – den Grip.

 

 

«Manne – id Hose!»

 

Aha, nennt man den Sport wohl «Schwingen» …?

 

 

Am Ende jeder Übungsrunde tat Aeschbacher, was ein Profi tut: Dem Unterlegenen das Sägemehl vom Rücken klopfen. Hier, in der «Aaretal Garage» zwar nur symbolisch, zumal das Sägemehl fehlte, doch Ehrensache ist Ehrensache.

Zugreifen – nicht nur am Hosengurt, sondern auch beim Buffet, das die «Aaretal Garage» offerierte.

 

Der Schwingerabend mit den Gewinnern scheint Matthias Aeschbacher gut bekommen zu sein: Am darauffolgenden Sonntag gewann er das «Südwestschweizer Schwingfest»!

 

Später beim Apéro klopfte ich der eine oder andere ein paar Zopf-Brosamen vom Hemd: «Hoselupf»- oder «Bodelätz»-Versuche sorgten für Appetit auf Wurst und Käse, dem typischen Schwinger-Znüni. Nach der Autogrammstunde (wer weiss, was der «Chribel» nach dem Eidgenössischen Wert ist …!) verabschiedete sich der Rüegsauschacher mit kräftig-kollegialem Händedruck: Auf Wiederschwingen, am Kantonalen!

 


 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit  der «Aaretal Garage» entstanden.