Wandern im Herbst: Berge versetzen … ?

Bloss nicht! Denn sie sind genau an den richtigen Stellen: Wanderlustige lockt es hoch hinaus in wundersinnige Welten – ins Berner Oberland, nach Neuenburg oder Freiburg.

 

 

Se(e)henswerte Höhenwanderung
Schritt für Schritt dem Hochgefühl entgegen: Die Höhenwanderung von der Bergstation Oeschinensee zum Aussichtspunkt Heuberg beglückt Wander­vögel mit einem atemberaubenden Ausblick auf den türkisblauen See und das Blüemlisalp-Massiv. Nach rund dreieinhalb Stunden Marsch über Alp­wiesen und Hügelzüge stärkt man sich am Seeufer mit Kandersteger Trockenwurst, Bergkäse und frischem Brot aus dem Picknick-Korb, den man zuvor im Berghotel bestellt hat. Den Tag lässt man mit einer Runde auf dem Ruderboot oder einer rasanten Rodelbahnfahrt ausklingen.

 

 

 

Mit dem «RegioExpress Lötschberger» bis Kandersteg, kurzer Fussmarsch (ca. 15 Min.) oder mit dem Ortsbus (ca. 8 Min.) zur Talstation der Bergbahn Oeschinensee. Der rund acht Kilometer lange Wanderweg ist je nach Witterungsverhältnissen bis Mitte oder Ende Oktober begehbar.

 

 

Alice in der Areuse-Schlucht
«Bin ich gerade einen Kaninchenbau hinuntergefallen?», wundert man sich wieder und wieder, wenn man die Areuse-Schlucht bewandert: Sie entführt in ein mystisches Wunderland, über malerische Stein­brücken, vorbei an Wasserfällen und moosbewachsenen Felswänden. Ständiger Begleiter auf dem 11,5 Kilometer langen Wanderweg ist die Areuse, wichtigster Zufluss des Neuenburgersees, die sich mal plätschernd, mal tosend durch das Val de Travers drängelt …  Im Zischen und Rauschen weiss man auf einmal, was Alice damit meint: «Zeit ist in Träumen sonderbar.»

 

Mit der Bahn nach Noiraigue. 

 

Auf jeden (Wasser-)Fall!
Der Motor des Schnellboots knattert, während sich auf beiden Seiten des Flusses nach und nach schroffe Fels­wände auftun, gesäumt von dichten Wäldern. Kaum zu glauben, dass man nicht einem norwegischen Fjord entlangdüst, sondern dem schweizerisch-französischen Grenzfluss Doubs. Nach einer vierzehn Kilometer langen Fahrt ankert das Boot beim «Saut du Doubs», dem höchsten Wasserfall des Jura­massivs, der auch zu Fuss auf einem familientauglichen Wanderweg erreichbar ist. Die unterschiedlich hohen Aussichtspunkte geben den Blick auf das tosende Schauspiel frei, das einen jauchzen lässt: «Ein weiterer Ausflug hierher? Auf jeden Fall! 

 

Mit der Bahn nach Les Brenets, weiter zu Fuss (ca. 20 Minuten) oder mit dem Taxibus (Fr. 5.50 pro Person, Reservation unter 031 932 14 14) zum See.

Von Gipfeln und Grossmüttern
Die steilen Kalksteinwände der Gastlosen sind für Kletterer ein beliebtes Ausflugsziel  doch auch für Wanderer und Biker ist die Region ein Highlight.  Auf der fünfstündigen Gastlosen-Tour trifft man auf eine für die Voralpen einzigartige Vielfalt an Vegetation und Geologie und ein wahres Naturphänomen: das «Grossmutterloch».  In den Wintermonaten strömen Sonnenstrahlen durch den natürlichen Spalt in der Felswand und kreieren einen kurzen, magischen Moment. Apropos Grossmutter: Zwei Bergrestaurants verwöhnen auf der zwölf Kilometer langen Route mit hausgemachten Gerichten und regionalen Köstlich­keiten  – das schmeckt fast wie bei ­«Grosi».

 

 

 

Mit dem «RegioExpress Lötschberger» nach Boltigen i. S. und weiter mit dem Bus bis «Jaun, Kappelboden».

 


 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit BLS entstanden.