«Papiliorama»: Als wären sie im Regenbogen geboren

Bunte Schmetterlinge im Bauch, auf dem Kopf – einfach überall: Nicht zuletzt wegen neuen Attraktionen ist man kribbelig auf einen Ausflug ins «Papiliorama».

Den «Postboten» beim Schweben zu beobachten, wirkt wie ein Liebesbrief an die Seele. Landet der «Kleine Monarch» sanft auf einer Blüte, mutet er durchaus königlich an, in seinem Gewand in Orange, Schwarz und Weiss. Im «Papiliorama» in Kerzers, wo über 60 Schmetterlings­arten aus allen Tropengebieten der Welt leben, entpuppt sich sogar der «Gewöhnliche Bananenfalter» als aussergewöhnlich. Ob konfettibunt, ob kastanienbraun – sie alle fliegen auf Blütennektar, den sie mit ihren winzigen Rüsseln aufsaugen. Der Tropengarten im «Papiliorama», reich an Pflanzen wie Lantana oder Ägyptische Sternchen, dient ihnen als süsses Selbstbedienungsbuffet. Tieren wie Nachtaffen oder Wickelbären hingegen serviert das Zoopersonal das Menü. Wie die «Köche» diese rund 50 verschiedenen Futter für die hungrigen Mäuler und Schnäbel schälen und schnetzeln, können Besucher durch eine grosse Glasfront hin­durch mitverfolgen. Zeitgleich mit der Eröffnung der neuen Zucht­station weihte die Stiftung die Zooküche offiziell ein. Das kulinarische Verwöhnprogramm für die rund 2000 Tiere ist derart komplex, dass die Tierpfleger mit einer eigens programmierten Software arbeiten. Nicht nur Zutaten wie Gemüse, Früchte oder Reis machen die abwechslungsreichen Rezepturen aus, sondern auch Mäuse und Insekten. Bestaunen und bewundern regt den Appetit an – allerdings doch eher auf Marmorkuchen als auf Mehlwürmer.

Anreise mit der Bahn nach «Kerzers Papiliorama». Tipp: Auch als «RailAway»-Kombi mit 10 % Rabatt buchbar.

Rosalöffler: Der rund 80 cm grosse Vogel verdankt seinen Namen dem löffelförmigen

Schnabel, mit dem  er Krustentiere und Insekten schnabuliert.

Über 1500 Schmetterlinge

Im «Papiliorama» sorgen
farbenfrohe Falterwesen, die ursprünglich aus Malaysia, Tansania, Costa Rica und den Philippinen stammen, für beflügelnde Begegnungen. Beim Beobachten des kompletten Lebenszyklus erfährt man, warum Schmetterlinge weit mehr sind als «gut gekleidete Raupen».

 

Botanische Sensation

. . . immer der Nase nach, direkt zur fischig-faul stinkenden, aber höchst spektakulären Titanwurz in Kerzers. Die mit bis zu drei Metern grösste Blume der Welt trägt so viele Knospen wie nie zuvor. Bleibt zu hoffen, dass die selten schöne Stinkerin dieses Jahr blüht, denn dies ist nicht vorhersehbar.